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Montag, 20. November 2017

Neuseeland Fazit

Neuseeland ist wirklich sehr grün und wir haben über so manche Pflanze gestaunt, die wir noch nie gesehen haben. Auch das ein oder andere Tier/Vogel ist uns neu. Leider haben wir keinen Kiwi zu Gesicht bekommen. Dafür sind die Weka Vögel teilweise ein wenig lästig. Neuseeland hat eine abwechslungsreiche Landschaft. Und wirklich sehr grüne Wiesen, auf der meistens Kühe oder Schafe anzutreffen sind. Man muss dazu sagen, das dass Fleisch 1a schmeckt.
Und natürlich tolle Wanderwege. Vor allen die Küsten sind wunderschön und haben es uns angetan. Hier haben wir auch am liebsten mit dem Camper gestanden. Am schönsten waren die freien Stellplätze, direkt am Busen der Natur. Davon gibt es hier an die 500. Campingplatz nimmt man nur um die Gülle abzulassen, zu Duschen und frisches Wasser aufzunehmen. Die Küchen sind meistens auch sehr gut ausgestattet. Mit Kochplatten, Mikrowelle, Ofen und Warmwasserbereiter.
Aber wir haben auch erkannt, dass man dies alles in Europa haben kann. Wenn auch nicht in einem Land. Und wir haben erkannt, das Neuseeland arschteuer ist. Ein zweites Mal würden wir den Weg von Deutschland hierher nicht auf uns nehmen. Mal davon abgesehen, dass es am Arsch der Erde liegt. Also 20 Stunden Flug. Zumindest zurzeit noch.
Der Neuseeländer an sich ist super freundlich und hilfsbereit. Und er ist der wahre Jack Wolfskin. Immer gerne draußen anzutreffen. Da könnten wir Deutschen uns noch einiges abgucken. Und er kleidet sich gerne minimal. Wenn wir noch die Jacke über ziehen, läuft das Neuseeländer Mädel meistens schon mit Top, Shorts und barfuß rum. Das Männchen läuft eh immer in kurzen Hosen. Das mit den langen Hosen ist noch nicht bis Neuseeland durchgedrungen.
Auf jeden Fall ist Neuseeland ein Camper Eldorado. Und auf so manchen Campingplatz haben wir in der Gemeinschaftsküche nur deutsche Sprache gehört. Da glaubt man fast auf einem Campingplatz an der Ostsee, oder dem Harz zu sein. Je nachdem.
Viele Jugendliche haben wir getroffen, die im gekauften Camper (teilweise sehr schrottig) monatelang durch Neuseeland düsen. Wie können sie sich das nur leisten? Work and Travel soll nicht mehr so richtig hin hauen. Meistens gibt es nur Kost und Logie, wie man uns sagte.
Das Wetter ist im Frühjahr sehr durchwachsen. Mal Sonne, mal Regen und oftmals kalt. Also richtig kalt. Sozusagen arschkalt.
Die Straßen im Kiwiland sind auch nicht die besten. Sehr oft Baustellen und vor allem, es gibt nicht einen Kilometer Straße im ganzen Land wo keine markierten Stellen auf der Fahrbahn sind, die ausgebessert werden müssen. Auf jeden Fall hat der Straßenbau in Neuseeland Zukunft. Für die nächsten 20 Jahre ist genug Arbeit da.

Neuseeland Teil 3

Neuseeland Teil 4

Neuseeland Teil 5

Sonntag, 19. November 2017

Neuseeland: Region Canterbury, Region Marlborough, Zurück in den Norden

Von der nasskalten Westküste bei den Gletschern fahren wir zur Ostküste. Unser Weg führt über den Arthur Pass. Hier machen wir einen Halt am Tempel Basin und wandern mal auf kürzesten Weg 400 Höhenmeter bergauf bis kurz vor die Schneegrenze. Hier drehen wir um wegen arschkalten Wind. Dann schauen wir uns noch den Devils Punchboul Wasserfall an. Auch sehr geil. Bei einer Fall höhe von 130 Metern zerstäubt das Wasser förmlich.
Dann nach Christchurch, der größten Stadt auf der Südinsel. Aber direkt in die Stadt fahren wir nicht. Reizt uns nicht.
Wir fahren zum Botanischen Garten. Wunderschön im Frühjahr und die Rosen stehen in voller Pracht. Jeder Besucher muss daran riechen und die Blüten riechen mittlerweile nach aller möglichen Nasen, aber nicht mehr nach Rose. Aber schön anzusehen sind sie.
Außerdem gibt es ein kleines Tropenhaus, in denen super schöner Orchideen und Venusfliegenfallen gedeihen, die so groß sind, das meine  Hand hinein passen würde. Aber sieht nicht gut aus, wenn die Falle zu schnappt und du stehst mit der Hand in der Pflanze da.
Wir machen noch eine Wanderung an der Governors Bay bevor wir nach 2 Tagen Richtung Kaikoura fahren. Hier stellen wir fest, das die Küstenstraße nach Picton, zur Fähre, gesperrt ist. Und zwar bis nächstes Jahr. Also werden aus den ursprünglich 150 Kilometern, 450 Kilometer. Kürzer geht es nicht.
Dadurch kommen wir doch noch zu einem Halt in Hanmar Spring. Kleiner beschaulicher Ort in den Bergen. Hier machen wir eine Wanderung und kommen uns vor wie im Harz. Dem norddeutschen Mittelgebirge. Ein wenig Heimweh kommt dann doch nach 9 Monaten unterwegs auf.
Dann geht es weiter und hinter Blenheim finden wir einen freien Stellplatz am Wairau River.
Auf der Fahrt ist uns eines klar geworden. Egal auf welcher Strecke in Neuseeland du rechts oder links aus dem Fenster des Autos blickst. Entweder siehst du Schafe oder Kühe. Manchmal auch Rotwild oder Lamas. Aber immer eine Weide mit Nutzvieh. Und Andreas muss sagen, die von Annette hausgemachten Lammburger, aus neuseeländischer Viehzucht, schmecken extrem lecker.
Am nächsten Tag geht es zurück nach Picton, wo wir auf der Südinsel angefangen haben. Hier wandern wir auf einer Landzunge in den Picton Sound und haben super Ausblicke über das Fjord. Und ein Campingplatz ist auch fällig.
Die letzte Wanderung im südlichen Neuseeland machen wir bei besten Wetter auf dem Queen Charlotte Track, ebenfalls ein Küstenwanderweg. Dann stehen wir frei in der Moetapu Bay, mit einer Bande junger Franzosen, die die halbe Nacht feiern. Oh wie schön ist die Jugend.
Per Fähre geht es zurück in den Norden. Noch einen größeren Zwischenstopp in Taupo am Taupo Lake, weil es uns dort sehr gut gefallen hat auf der Fahrt in den Süden und dann geben wir den Camper auch schon ab. 
Nächste Station heißt Philippinen.

Über den Arthur Pass

Über den Arthur Pass

Annette am Temple Basin auf dem Arthur Pass

Blick auf die Dreitausender am Arthur Pass

Wir am Devils Punchbowl Wasserfall am Arthurs Pass

Auf dem Weg nach Christchurch

Botanischer Garten in Christchurch

Wir ging doch das Lied von alle meine Endlein.

Blumenpracht im Botanischen Garten von Christchurch

Orchideen im Botanischen Garten von Christchurch

Abgefahrene Sportarten in Christchurch

Wandern in Hanmar Spring

Blick über den Picton Sound

Am Strand von Picton

Zurück auf die Nordinsel

Blick auf den Mount Ngauruhoe Vulkan

Der vorletzte Tag Neuseeland am Taupo See. Der letzte Tag war verregnet.

Der Taupo See ist sowas vor klar.

Samstag, 11. November 2017

Neuseeland: Region Grey, Region Westland

Von Westport fahren wir zuerst zum Cape Foulwind und machen eine schicke Küstenwanderung an einer Steilklippe. Hier können wir auch eine kleine Robbelkolonie beobachten.
Dann weiter nach Punakai. Hier gibt es die berühmten Pancake Felsen am Strand zu sehen und eine Wanderung im Hinterland wollen wir auch machen. Die Felsen sind wirklich außergewöhnlich und deren Entstehungsgeschichte beginnt vor 25 Mio. Jahren mit Ablagerung von Kalksedimenten und Tonmineralien. Erosion hat diese wunderschönen Felsen geformt.
Die Wanderung im Hinterland führt am Pororari und Punakaiki Fluss entlang. Meistens aber durch dichten Urwald, so dass uns ein Blick auf die umliegenden Berge verwehrt bleibt.
Mit einer Übernachtung in Whataroa bei der wir die Befürchtung hatten, die Welt geht unter, weil es ohne Unterlass regnet und stürmt. Aber keine normaler Regen, sondern Regen, bei dem man innerhalb von einer Minuten bis auf die Unterhose nass ist. Und das ganze dauerte ca. 24 Stunden an. Man sagte uns, dass es zu nass und zu kalt ist für die Jahreszeit. Das haben wir doch auch schon in den USA gehört. Liegt es etwa an uns??
Am Morgen fahren wir zum Küstenstädtchen Okarito. Vielleicht ist das Wetter dort besser an der Küste. Und es ist. Die Sonne lässt sich wieder sehen. Wir machen eine schicke Küstenwanderung und haben auch hier spektakuläre Ausblicke auf den Strand und die Steilküste.
Wir fahren bis zum Franz Josef Gletscher und gönnen uns mal wieder einen Campingplatz. Heiße Dusche und so ist fällig. Und Nachrichten gucken ist auch mal wieder gut. Und Jamaika ist immer noch nicht einig. Hoffentlich schaffen sie es bis zu unserer Rückkehr im Februar 2018.
Nach einer guten Nacht, wachen wir bei ganz passablen Wetter auf. Fertig machen und los zu unserer ersten Station den Fox Gletscher. Als wir da sind, zieht sich der Himmel so langsam wieder zu. Wie alle Gletscher hat auch er in den letzten Jahrhundert sehr viel Masse verloren. Aber auch die Wasserfälle rings herum sind sehr sehenswert.
Die nächste Station ist der Franz Josef Gletscher. Ihn erreichen wir leider im Regen. Und Wolken hüllen ihn ein. Schade eigentlich. Man sieht nichts mehr.

Mit dem Camper durch Neuseeland Teil 2

Auf dem warmen Felsen relaxen am Cape Foulwind.


Annette genießt die Aussicht am Cape Foulwind

Cape Foulwind

Pancake Felsen bei Punakai


Pancake Felsen bei Punakai

Am Strand von Punakai

Küste bei Okarito

Gletscherwasser am Fuße der Berge

Blick am Morgen auf die Berge

Blick auf den Fox Gletscher. Nicht mehr viel Gletscher da.

Auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher

Am Franz Josef Gletscher sieht man nichts mehr außer Regen.

Mittwoch, 8. November 2017

Neuseeland: Region Tasman, Region Buller

Wir fahren mit einem Zwischenstopp am Golden Beach (gar nicht wirklich goldig, aber doch sehr schön) zum nordwestlichen Zipfel, der Südinsel. Hier wandern wir am Farewell Spit. Zuerst über Kuh- und Schafweiden bis zum Strand. Hier beobachten wir am Fossil Point Robben. Das hat uns dann doch überrascht. 
Am Strand entlang führt der Weg über Dünen zurück zum Parkplatz. Ein wirklich toller Wanderweg. 
Wir übernachten auf einem freien Stellplatz, um Morgen eine zweite Wanderung an der Küste zu machen. Daraus wird leider nichts. In der Nacht hat es angefangen zu stürmen und zu regnen und setzt sich am Tag fort. Und das nicht zu knapp. Also entscheiden wir zurück zum Holiday Park am Golden Beach zu fahren. Hier haben wir wenigstens Strom für unseren Heizlüfter. Die Temperatur ist nämlich nahe den einstelligen Ziffern. Gar nicht schön. 
Wir machen noch einen Halt im Abel Tasman NP bevor es weiter Richtung Westküste geht. Wir schauen uns den etwas spektakulären Wainui Wasserall an und gehen den Taupo Point Track direkt an der Küste. Der funktioniert nur bei Ebbe. Und da noch nicht wirklich Ebbe ist, müssen wir über so einige Steine und Felsen klettern um den Punkt zum erreichen. Aber das Meer und die kleinen Buchten sind ja sowas von zauberhaft. 
Dann noch für viel Geld in Motueka Tanken und Einkaufen und weiter. 
Wir übernachten zwischen den Bergen auf einem Platz wo rund herum der Ginster blüht. Vor gelb sieht man kaum etwas anderes. 
Weiter Richtung Westen fängt es an zu regnen. Bei einer kurzen Regenpause schauen wir uns den auch nur etwas spektakulären Maruia Wasserfall an. 
Bei einer weiteren Regenpause gehen wir über die Buller Canyon Swingingbridge. Wir begehen die Brücke äußerst respektvoll. Sie ist 100% stabil. Aber der Fluss, 30 Meter unter uns, den man durch das Metallgitter an den Füßen sieht, lässt doch ein etwas mulmiges Gefühl aufkommen. Und da es eine Hängebrücke ist, bewegt sie sich auch ganz ordentlich.
Am Nachmittag erreichen wir Westport. Hier ist ein freier Stellplatz direkt am Strand. An den wir noch bei etwas Sonnenschein einen Spaziergang machen. Und dann setzt der Regen und der Wind ein und hält bis fast zum Morgen an. Und arschkalt ist es außerdem. Geschätzte 6-7 Grad in der Nacht. Hoffentlich werden die nächsten Tage besser.


Neuseeland Film Erster Teil


Golden Beach in Tasman

Schneckenbefall am Golden Beach in Tasman

Impression am Golden Beach in Tasman

Ist das Kunst, oder kann das wech? Golden Beach in Tasman

Auf den Weiden am Farewell Spit

Annette am Farewell Spit

Die Calla Blume wächst hier wie Unkraut am Farewell Spit

Andreas am Farewell Spit

Bewohner am Farewell Spit

Wainui Wasserfall im Abel Tasman NP

Taupo Track im Abel Tasman NP. Etwas steinig.

Taupo Track im Abel Tasman NP. Klettern wird belohnt.

Ginsterblüte bis an die Wand

Annette lässt sich auf der Hängebrücke nicht hängen.

Küste bei Westport

Sonnenuntergang an der Küste bei Westport

Mittwoch, 1. November 2017

Neuseeland: Taupo, Foxton Beach, Wellington, Abel Tasman NP

Unsere nächste Etappe heißt Taupo. Eine sehr touristische Stadt am gleichnamigen See.  Eigentlich ist der See ein Vulkankrater, der vor 2.000 Jahre ausgebrochen ist. Wir finden auf Anhieb einen freien Stellplatz an der Promenade von Taupo, nachdem uns ein nettes älteres neuseeländisches Ehepaar auf den Stellplatz aufmerksam gemacht hat.
Am nächsten Morgen machen wir eine Segeltour zu den Maori Felsgravuren, die man nur vom Wasser aus sehen kann. Die Felsgravur ist ein Werk des Steinmetzmeisters Magahi Whakataka Brightwell, der die Gravur als Dank an seine Vorväter in der 70er Jahren des 20. Jahrhunderts anfertigte.
Der See ist glasklar.  So etwas klares haben wir noch nicht gesehen. Wir dachten zwar in Nicaragua den klarsten Vulkansee ever gesehen zu haben, Aber der hier übertrifft ihn um Längen. Und wie unser Skipper versichert auch trinkbar. Das testen wir natürlich. Schmeckt auf jeden Fall nach Wasser.
Dann Sehen wir uns noch Aratiatia Rapids an. Ein kleiner Canyon hinter einer Staumauer, wo das Wasser leicht herunter plätschert. Mehrmals am Tag wird aber die Schleuse geöffnet und das Wasser schießt den Canyon herunter. Hier zeigt sich pure Naturgewalt.
Bevor es Richtung Wellington geht, gucken wir uns natürlich noch die Huka Falls an. Die wohl am meisten besuchte Attraktion in Neuseeland. Also dürfen wir nicht fehlen. Und wieder mal ist diese Farbe des Wassers unbeschreiblich. Scheeweißer Schaum und eisblaues Wasser.
Wir machen eine Zwischenstation in Foxton Beach, direkt an der Tasmanischen See. Könnte aber auch die Ostsee, oder Nordsee sein.
In Wellington lassen wir bei Jucy Camper den Tisch im WoMo reparieren bevor wir uns ein schickes Plätzchen an der Küste südlich von Wellington suchen. Morgen wollen wir mit der Fähre übersetzen. Dieser freie Stellplatz an der Küste ist sehr begehrt, weil es sonst keine freien Stellplätze in Wellington gibt. Außer am Yachthafen. Aber auf der Betonplatte will man nicht gerne stehen. Wir machen noch einen schönen Spaziergang an der Küste entlang bevor draußen zu frisch wird und die Sonne untergeht.
Mit der Fähre fahren wir ins südliche Neuseeland. Der Weg zum Anleger in Picton führt durch die Fjorde der südlichen Insel und man kann sich auch gut vorstellen in Norwegen zu sein.
Im Abel Tasman NP machen wir eine Küstenwanderung. Hätten wir 30 Grad statt 21 Grad Lufttemperatur und 28 Grad statt 15 Grad Wassertemperatur, wären wir in der Karibik. Richtig schicke kleinen Buchten mit goldgelben Sand und türkisblauen klaren Wasser. So richtig geil. 
Wir fahren weiter zur nordwestlichsten Spitze der Südinsel. Leider ist die Wasserfallwanderung im Abel Tasman NP zum Wasserfall Wainui ins Wasser gefallen, wegen zu viel Wasser von oben. Vielleicht holen wir das auf dem Rückweg nach.


Annette on Segeltörn.

Felsgravur im Taupo See

Felsgravur im Taupo See

Stellplatz am Taupo See

Das Wasser im Taupo See hat tropische 15 Grad.

Annette schaut gelassen mit Käffchen zu.

Stromschnellen am Waikato River (Huka Falls). 200.000 Liter pro Sekunde.

Frühlingsblütenpracht in Neuseeland

Annette am Foxton Beach an der Tasmanischen See.

Etwas skurriler Vorgarten in Foxton Beach

Küste südlich von Wellington

Küste südlich von Wellington

Käffchen am Stellplatz bei Wellington

Sonnenuntergang bei Wellington

Mit der Fähre durch die Fjorde ins südliche Neuseeland

Traumstrände im Abel Tasman NP

Leider zu kalt zum Baden. Abel Tasman NP

Marschlandbewohner