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Sonntag, 10. Januar 2010

Varkala und warum die Kuehe heilig sind

Die Fahrt von Allepey nach Kollam haben wir zuerst im Faehrboot gemacht, die durch die Backwaterkanaele fuehrte. Diese Fahrt war mindestens genauso schoen wie die seperat gebuchte Tour. Dann sind wir mit den Bus weiter nach Varkala, der sowas von ueberfuellt war, das wir am Ziel kaum rausgekommen sind. Varkala ist eigentlich eine fast reine Tourihochburg. Es gibt Varkala Stadt, die wie jede andere Stadt in diesem Land zu sehen ist und es gibt Varkala Beach. Die Steilkueste ist wunderschoen. Je nachdem welche Seite man geht, kann man oben auf der Steilkueste laufen oder unten am Strand. Die Einheimischen sind eher in den Lokalen als Bedienung oder in Shops als Verkaufer zu finden. Und von Restaurants und Shops gibt es wirklich einen ganzen Sack voll. Wenn man am Strand weiter laeuft als sich die Touristen trauen, kommt man dorthin wo noch die Fischer am Strand leben. Fischen wie vor hundert Jahren. Eine absolute Kollektivarbeit. Netze werden zusammen geschleppt und in den Booten, die aber schon einen Motor haben verstaut. Das Meerwasser ist in Varkala deutlich klarer als das was wir bisher gesehen haben. Gestern fing es sogar an zu regnen und heute ist es sehr bedeckt mit einigen Schauern. Bei 30 Grad ist das gerade so zu ertragen. Ausserdem gibt es hier mal wieder prima Europaeisches Futter.
Auf Bild 1+2 sieht man ein wenig von der Kueste. Auf Bild 3 sieht man Fischer die ihre Netze ausgelegt hatten und jetzt die Netze in die Boote schaffen. Auf bild 4 sieht man Fischer wie sie Muscheln aufknacken.

Warum sind Kuehe eigentlich heilig?
Ranjid sass mit seiner Frau Laxmi mal wieder zusammen und sagte zu ihr: Heute ist ein echt guter Tag um mal wieder ein saftiges Rindersteak zu essen. Ich glaube ich werde mal unsere Kuh Shiva schlachten damit wir uns ein maechtiges Steak braten koennen. Laxmi sagte: das ist eine prima Idee. Ich mache dazu eine gute Schuessel Reis. Als die Kuh verzehrt war, fragte sich Ranjid wie er sein Feld bestellen kann ohne die Kuh die den Pflug zieht, oder woher er Milch bekommt, oder die Kuhfladen waren guter Baustoff und Brennstoff. Er fragte seinen Nachbarn Ranjid was er machen kann. Der Nachbar sagte: Hey Ranjid du musst Geld verdienen damit du eine neue Kuh kaufen kannst sonst wirst du verhungern. Ich schlachte meine Kuh nicht
sagt Nachbar Ranjid. Ranjid war ein wenig ratlos. Da fiel ihm ein das er in Deutschland Rosen verkaufen koennte. Also schwang er sich in sein Bajaj TukTuk mit eiertronic und fuhr nach Deutschland. Nachdem er zwei Jahre lang Rosen an ihrgendwelche besoffenen Deutschen die lallend in Kneipen oder Schuetzenfesten rumhingen verkauft hatte, reichte das Geld fuer eine neue Kuh. Er fuhr schnell zurueck zu seiner Frau und kaufte eine Kuh. Dann ging er zu seinem Nachbarn Ranjid und beide sagten: Wir machen die Kuh heilig, damit sie niemand schlachten kann. Sie ist viel zu wertvoll fuer uns. Sie macht die Feldarbeit mit dem Pflug, sie gibt Milch, sie scheisst Baustoff und Brennstoff und wenn mein TukTuk kaputt ist, zieht sie sogar den Karren.

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